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Zeitschrift der Männerarbeit
der Evangelischen Kirche in Deutschland,
erscheint zweimal im Jahr (April und Oktober).
Einzelheft: 4,60 €
Abonnement: 7,90 € (zuzüglich Porto)
 

 

Wie leben junge Türken und Russlanddeutsche in Deutschland? Wie sehen sie sich selbst? Mit welchen Problemen müssen sie sich herumschlagen? Und wie reagieren die deutschen Jungen auf Machogehabe und Gewaltbereitschaft der „anderen“? Die Begegnung der unterschiedlichen Männlichkeitskulturen geht nicht ohne Verwerfungen ab. Ein Grund mehr, das Leben junger Männer in Deutschland  ein wenig näher zu beleuchten.

 

Inhalt von Nr. 36 (Mai 2007)

 
FORUM / MÄNNERGESCHICHTEN

Wenn Polizisten als Weicheier erlebt werden

von Georg Stecklina
Zum Männerbild junger Türken, Russlanddeutscher und junger Männer aus dem Nahen und Mittleren Osten gehören meist Dominanz und Coolness, gepaart mit einer Abwertung der Frau. Es sind meist soziale Probleme und die Erwartungen der Mehrheitsgesellschaft, die traditionelle Rollenbilder bei diesen jungen Männern fördern. Ein Streifzug durch die wissenschaftliche Debatte.


Die maskierte Schwäche

von Helmut Willems
Sie hassen alles Fremde, verherrlichen Gewalt und huldigen einem extrem autoritären Männerbild: die rechten Jugendlichen. Dass es sie gibt, hat auch gesellschaftliche Ursachen.


„Ich will für mein Handeln gerade stehen!“

von Fabian Vogel
Wann ist ein Mann ein Mann? Eine schwierige Frage für den 19jährigen Fabian. Zum Mannsein gehört für ihn vor allem, Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen. Jungen Türken und Russlanddeutschen gegenüber bleibt der Deutsche äußerst reserviert.

 

IM GESPRÄCH

„Es fehlt ein stabiles Leitbild“

von Hartmut Meesmann und Martin Rosowski
Warum sind die Jungen heute eher verunsichert? Wie steht es um die Verantwortung der Väter? Und was ist von neuen Riten einer Initiation in die Männlichkeit zu halten? Fragen an den Dresdener Sozialpsychologen Holger Brandes.

 

DOKUMENTATION

Männer wollen nicht betreut werden

Mit seinem Perspektivpapier „Kirche der Freiheit“ will der Rat der EKD der Kirche einen neuen Weg in die Zukunft weisen. Doch die Distanz vieler Männer zur Kirche scheint man nicht wahrzunehmen. Eine Stellungnahme der Männerarbeit der EKD.

 

MÄNNERKULTUR

Von ausgeschlagenen Zähnen, dem Sühnetod und natürlicher Liebe

von Peter Osterried
„Des Teufels General“, „Brokeback Mountain“ und „Casino Royal“: drei bedeutende Filme. Sie sind Eckpfeiler höchst unterschiedlicher Männerbilder. 


Was die Söhne schmücken soll

von Eckhard Käßmann
„Mein Sohn, gehorche der Zucht deines Vaters und verlass nicht das Gebot deiner Mutter“. So heißt es in einem Spruch Salomos aus der Bibel. Mahnungen aus einer längst vergangenen Zeit? Oder doch noch aktuell?


Der mit seinem verstorbenen Vater tanzt

von Ulrich Winter
Smaland in Schweden. Drei Tage und drei Nächte allein in der Natur: ohne Zelt, ohne Buch, ohne Uhr und ohne Handy. Ver-rückte Zeit. Ein Erfahrungsbericht.


„Welches „Männermodul“ darf es denn heute sein?

von  Lothar Böhnisch
„Wie du als Mann sein willst, das kannst du dir selbst zusammenstellen“ – so lautet heute die zeitgemäße und frohe Botschaft für die Männer. Doch hinter der fröhlichen Fassade wächst die seelische Not.

 

ALTER:NATIVE

Und plötzlich ist der Boden weg

von Peter Rosien
Plötzliche Herzschmerzen, Blaulicht, Katheter, Intensivstation: Der Tod rückt unvermittelt ins Blickfeld. Nicht einmal, sondern zweimal. Man steht auf der Bühne des Lebens – und plötzlich öffnet sich der Bühnenboden. Erfahrungen und Einsichten.


„Es bleibt nicht viel übrig von einem…“

von Ralf Beil
Christian Boltanski zählt mit seinen beeindruckenden Rauminstallationen zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. In seinen Werken thematisiert er auch die Zeitlichkeit des eigenen Lebens. Ein Gespräch.

 

GEGENENTWÜRFE

Von der „Bravo“ zum Ökodorf

von Jens Janson
Er war eine „Institution“: „Dr. Sommer“ aus der Jugendzeitschrift „Bravo“. Wer in der Pubertät nicht mit sich klar kam, konnte sich bei ihm kompetenten Rat holen. Doch wer ist „Dr. Sommer“ wirklich? Wir haben ihn besucht und blicken auf ein bewegtes Männerleben.

 

WORKSHOP

Sprechtiraden und Hormone

von Wilfried Vogelmann
Welche Kompetenzen bringen Männer mit, Lebenskrisen aus eigener Kraft konstruktiv bewältigen zu können? Das war eine entscheidende Frage der Fachtagung „xy ungelöst – Männer am Rande“.


Nicht immer gleich von Sünde reden…

von Hartmut Meesmann
Wie „ticken“ Männer religiös?  Gibt es besondere Angebote, die Raum für die spirituellen Bedürfnisse und Fragen von Männern schaffen? So wurde auf einer Männer-Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum gefragt – mit vielfältigen Antworten.


Wissen, wo’s lang geht

von Jürgen Rams
Wie gelingt es Männern, in ihren Kirchengemeinden eine Männergruppe zu gründen oder einen Männerkreis? Wie kann Mann dabei methodisch vorgehen? Worauf sollte er achten? Ein Workshop gab Antworten und Anregungen.